Rainbow Rowell

Eleanor & Park

Rainbow Rowell: Eleanor & Park
ISBN 978-3-423-62639-2
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Eleanor ist 16 Jahre alt und lebt ein unglückliches Leben: Nachdem sie ihr Stiefvater vor einem Jahr vor die Tür gesetzt hat, lebt sie nun wieder  bei ihm, ihrer desinteressierten Mutter und ihren vier Geschwistern, mit denen sie sich sowohl  Zimmer als auch Hab und Gut teilen muss. Da sie im Grunde nichts besitzt und außerdem ein wenig pummelig ist, ist sie für ihre Mitschüler ein leichtes Opfer.

Als ihr jedoch plötzlich ein Junge namens Park im Bus den Platz neben sich freimacht, ändert sich Eleanors Leben. Park sieht gut aus, ist wegen seiner zurückhaltender Art und seiner großen Comic-Liebe allerdings auch eher ein Außenseiter. Die beiden sprechen anfangs kein Wort miteinander – Eleanor ist froh, dass sie ignoriert wird und Park, dass er in Ruhe seine Comics lesen kann. Doch obwohl die beiden nicht miteinander reden, entsteht langsam und zart eine Verbindung zwischen ihnen. Irgendwann liest Eleanor in Parks Comics mit, sie hören zusammen die gleiche Musik, tauschen Kleinigkeiten aus und eines Tages beginnen sie, sich zu unterhalten. Und die Gefühle, die sie dabei überkommen, überraschen die beiden so sehr, dass sie gar nicht anders können, als sich näher zu kommen.

Doch Park, der in seiner liebevollen Familie so ein ganz anderes Leben führt  als Eleanor, und Eleanor selbst, die in ihrem Zuhause immer mehr zerbricht, stehen noch vor großen Entscheidungen und Ängsten, die sie bewältigen müssen, bevor sie wirklich glücklich werden können …

Rainbow Rowell schreibt mit so viel Feingefühl und Wärme, dass man sich am liebsten im Bus hinter Eleanor und Park setzen möchte, um ihre Geschichte hautnah mitzuerleben. Das intensive Band, das die beiden nach und nach mit einander knüpfen, beschreibt ohne Klischees, wie es heutzutage für 16-jährige ist, sich unter schweren Umständen zu verlieben. Und die beiden Außenseiter Eleanor und Park machen auf ihre Art und Weise Mut, für etwas zu kämpfen und sich schlimmen Ereignissen zu stellen, wie es nur ganz wenige Charaktere schaffen.

Jasmin Bals

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